Unmittelbar an der bayrisch-thüringischen Landesgrenze liegt im Naturpark Frankenwald das reizvolle Höllental, das sich zu Fuß oder mit dem Rad direkt von Bad Steben aus erkunden lässt. Im laufe von Jahrmillionen hat sich die Selbitz in das harte vulkanische Diabasgestein gegraben und dabei eine 170 Meter tiefe Schlucht geschaffen.
Trotz des kargen felsigen Untergrundes weist die Natur im Höllental eine außergewöhnlich große Artenvielfalt auf. Um diesen Lebensraum für die seltenen und bedrohten Tiere und Pflanzen zu bewahren, wurde das Höllental 1997 auf einer Fläche von 160 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Zahlreiche markierte Wege mit einer Gesamtlänge von 30 Kilometern erschließen das Gebiet zwischen den Ortschaften Hölle und Blechschmidtenhammer, den Tälern der Selbitz, der Sächsischen Saale und der Thüringischen Muschwitz. Besonders der Talweg ist an einem sonnigen Sonntagnachmittag ein beliebter Wanderweg. Er führt an dem Kraftwerk vorbei, an dem in warmen Jahreszeiten – bei ausreichender Wasserführung der Selbitz – eine 36 Meter hohe Fontäne als Attraktion aufsteigt. Scheint dann zwischen 15 und 16 Uhr auch noch die Sonne, können die Höllental-Besucher einen schillernden Regenbogen bewundern.
Zu entdecken gibt es unter anderem drei Naturpfade zu den Themen „Wasser“, „Wald“ und „Bergbau“ sowie den berühmten Frankenweg, der zu verschiedenen Aussichtspunkten führt: zum Beispiel zu dem 19 Meter hohen Wiedeturm, der einen fantastischen Ausblick über die Flusstäler bietet; oder zu dem Aussichtspunkt König David, der fast über das ganze Höllental blicken lässt. Auch das Wahrzeichen des Höllentals, ein aus Holz geschnitzter, lebensgroßer springender Hirsch, der sogenannte „Hirschsprung“, ist von dort zu sehen.
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