Der am 31. Mai 1874 in Reims geborene Herni Marteau war Geigenvirtuose von internationalem Rang und ein anerkannter Lehrer.
Marteau unterrichtet an verschiedenen Hochschulen wie z.B. in Genf, Berlin und Prag. 1911 entschloss sich Marteau, in Lichtenberg, der Heimatstadt seines Freundes Kapellmeister Georg Hüttner, eine Villa zu bauen.
Für den Geiger, der beruflich viel unterwegs war, hatte Lichtenberg die ideale Lage, denn von hier waren Prag, Berlin, Dresden, München, Frankfurt und Leipzig gut zu erreichen.
Zunächst sollte Lichtenberg nur als Sommerdomizil dienen. Letztlich verbrachte Marteau hier die letzten 20 Jahre seines Lebens ganzjährig.
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges verschlechterten sich die Lebensbedingungen in Deutschland auch für den internationalen Geiger. Dennoch unterrichtete er in seinem Haus weiterhin junge Musiker aus aller Welt, bis er 1934 starb.
Nach seinem Ableben suchte die Tochter Marteaus eine sinnvolle Nutzung für das Anwesen ihres Vaters. Schließlich kaufte der Bezirk Oberfranken das Haus mit Hilfe der Oberfrankenstiftung und errichtete dort eine internationale Musikbegegnungsstätte. Bis heute finden dort zahlreiche Konzerte und Kurse statt.
| Aktuell (15:50 Uhr): 12°C heiter |
|
| Donnerstag: 2-11°C klar |
|
| Freitag: 6-16°C überwiegend bewölkt |
|